Geschichtliches zur "Christus-guter-Hirte"-Kirche in Straß

In einer Statistik von 1840 heißt es: Straß - Protestanten - einer
Nach dem 2. Weltkrieg (1946) waren es 107 evangelische Gemeindemitglieder.
Damals war es ein mutiger Schritt, als im Jahr 1958 ein Bauverein gegründet wurde - mit dem Ziel, eine kleine Kirche zu errichten.
Als dann 1961 mit dem Bau begonnen wurde, waren es bereits 211 Personen.
Vieles musste in Eigenleistung geschehen, so wurde z.B. das Fundament der Kirche von evangelischen Frauen und Männern gegraben.
Ein großer Gönner war Herr Karl Eychmüller, Direktor der Wielandwerke, Ulm. Dort waren viele Gemeindemitglieder beschäftigt.
Er stellte seinen Architekten, Herrn Mangold, unentgeltlich zur Verfügung und spendete 1000.- DM.
Sogar die Amerikaner halfen. Sie stellten einen Kran zur Verfügung, als Betonteile für die Dreieckfenster geliefert wurden. Zum Dank erhielten sie "eine Brotzeit und etwas Bier".
Die Kirchenmitglieder in Straß bestanden zum Großteil aus Heimatvertriebenen. Jeder mußte für sich und seine Familie ein neues Zuhause aufbauen. Aber die Kirche war wichtig und so halfen alle zusammmen.
Am 1. Advent 1962 wurde die Kirche dann feierlich eingeweiht.

Als vor einigen Jahren die Diskussion aufkam, die Kirche zu schließen, ging ein Aufschrei durch die evangelischen Gemeindemitglieder. So ist es durch das Zutun einiger engagierter Straßer gelungen, das Gemeindeleben zu reaktivieren und dies sind wir den einstmals Beteiligten am Bau auch schuldig.

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